Handball: tus M1 - TG Nürtingen

Der tus belohnt sich in eigener Halle mit einem 26:20 Sieg. In einer intensiven Partie konnte man vor allem das letzte Viertel für sich entscheiden und so die Punkte vom Tabellenletzten verdient in Stuttgart behalten.

Die Gäste aus Nürtingen, die bislang ohne Punkteausbeute blieben, erschienen am Sonntagabend mit voller Bank in der Ruth-Endress Halle.

Der tus hingegen hatte nach dem letzten Spiel personelle Konsequenzen gezogen. Nachdem Tormann Bauer sich in Neckartenzlingen selbst eingewechselt hatte und damit eine Zweiminutenstrafe verursachte, strich Coach Schneider ihn für das heutige Spiel aus dem Kader. Auch Kreisläufer Fritzsche und Kapitän Fischer, die sich für den in Ungnade gefallenen Torhüter einsetzten, wurden mit Ausschlüssen bedacht. Fritzsche durfte sich immerhin noch als Offizieller mit auf die Bank setzen. Fischer hingegen, der in Diskussionen als Hitzkopf berüchtigt ist, wurde aufgrund von Ausfälligkeiten vom Trainer ins Exil in die Berge verbannt wurde. Hier sollte er wieder zu einem kühlen Kopf gelangen. Die Mannschaft sowie auch Trainer Schneider sind jedoch zuversichtlich, dass alle drei beim kommenden Spiel wieder im Kader sind.

Das Spiel gestaltete sich zu Anfang recht ausgeglichen. Nach dem 4:4 in der 12. Minute, konnte sich der tus aber mit dem 6:4 zum zweiten Mal in der Partie mit zwei Toren absetzen. Der tus zeigte an dem Abend wie auch im letzten Spiel eine gute Abwehr, konnte seine Chancen vorne aber im Positionsspiel nicht nutzen. Die Mannschaft konnte jedoch ihre starke Abwehrleistung das ein oder andere Mal mit einem Gegenstoß belohnen und erhöhte vor der Halbzeit zweimal auf drei Tore Differenz. Die Teams trennten sich zum Halbzeitpfiff mit einem mageren Spielstand von 10:8.

Auch die zweite Hälfte des Spiels begann recht ausgeglichen, war jedoch für den tus weniger schmeichelhaft. Man erarbeitete sich im Angriff immer wieder gute Chancen und konnte diese auch verwerten, ließ den Gegner aber aufgrund schlechten Rückzugsverhaltens im Gegenzug einige Mal zu sehr einfachen Toren kommen.

Nach starker Abwehr und guten Paraden von Methfeßel konnte sich der tus aber letztendlich auch hier und da mit einem einfachen Tor belohnen und so in der 45. Minute auf vier Tore davonziehen. Diesen Vorsprung ließ sich die Mannschaft auch nicht mehr nehmen und spielte das Spiel konzentriert zu Ende. Auch Trainer Schneider schwang sich heute gegen Ende des Spiels nochmals auf’s Spielfeld und konnte sich (mit seinem ersten Saisontor etwa!?) in die Torschützenliste eintragen.

Den letzten Siebenmeter für den tus nahm sich der listige Louis Leger - ähm Tuscher - vor und zimmerte das Spielgerät, wie von allen Zuschauern, Mitspielern, der Bank sowie sämtlichen Stuttgarter Buchmachern erwartet, mit roher Gewalt ins Tor. Den allerletzten Treffer des Spiels zum 26:20 Endstand hingegen erzielte allerdings Kalt in wunderschöner Zusammenarbeit mit Siebler.

Stimmen zum Spiel:

Fritzsche, der zur Leistung seines Kreisläuferkollegen Krziwanie befragt wird: „Also ich hab‘ mir das ja heute mal von außen auch schon beim Warmmachen genauer angeschaut und muss sagen: Der Felix isch ein Fuchs! Der sieht, dass der gegnerische Torhüter ihn beobachtet und macht dann beim Einwerfen vom Kreis einfach den dreifachen Burkhardt. Verwirrung pur! Dann im Spiel – ZACK – haut der denen die Dinger dann viermal um die Ohren! Reschpekt!“

Siebler: „Also das mit dieser Musica in der Kabine gefällt mir ja schon ganz gut. Ich hab‘ da ja die Theorie, dass sich unser DJ Huzzler von Mal zu Mal steigern will. Von der JBL Blauzahn-Box zum Gitarren-Amplifyeur. Bleibt die Frage, was er uns das nächste Mal kredenzt.“

 

# wasmachteinfischerindenbergen?

# djhuzzler2.0

# legerdesgrauens

 

Disclaimer:

Teile des Berichtes und hieraus vorwiegend geschilderte Szenen, bei denen Spieler des tus eine Hauptrolle spielen, könnten sich teilweise manchmal unter Umständen auch ein ganz kleines bisschen anders abgespielt haben. Dieser rhetorische Kunstgriff geht auf den Literaturnobelbierpreisträger Lukas Böger zurück, welcher an dieser Stelle gegrüßt sei. 

 

Zurück