Handball: TSV Denkendorf - tus M1

Die m1 sichert sich mit einem Sieg gegen den Tabellenersten Denkendorf nun selbst die Tabellenspitze und führt nun die Bezirksliga Esslingen/Teck an. Was anfangs eine Demontage des Gastgebers Denkendorf zu werden schien, konnte der tus letztlich doch noch in eine gewohnte Zitterpartie umwandeln.

Die ersten vier Minuten des Spiels waren vor allem durch die Abwehrreihen der beiden Teams geprägt. Ergaben sich für das Angriffsspiel der beiden Mannschaften Abschlussmöglichkeiten, so konnten diese nicht genutzt werden. Das erste Tor der Partie erzielte tus-Rechtsaußen Nico Hutzel. Mit jeweils zwei weiteren Treffern von Louis Tuscher und Julian Fritzsche konnte der tus sich schnell mit vier Toren absetzen. Der Trainer der Denkendorfer nahm schnell die erste Auszeit und zog seine Delfine zu sich. Zurecht, denn bei einem Spielstand von 1:5 in der 12. Minute konnte er nicht zufrieden sein. Grund für die magere Ausbeute der Gäste war neben der starken tus-Abwehr tus-Keeper Max Bauer. Kamen die Denkendorfer mal durch die Abwehr des tus, so scheiterten sie konsequent an Max Bauer, der am heutigen Tag alles zu halten schien. Über die nächsten zehn Minuten blieb der drei bis vier Tore Vorsprung des tus erhalten. Grund dafür war neben der weiterhin starken Torhüterleistung die Basti-Fischer-Show. Dieser hatte am heutigen Nachmittag zur lustigen Wurfparade geladen. Mit sechs Treffern in Folge führte Fischer seine Wurfvariationen vor und traf quasi nach Belieben: links, rechts, oben, unten – einmal warf er sogar Richtung des Tores von Max Bauer, aber der Ball machte auf Höhe des Mittelkreises kehrt und schlug erneut im Denkendorfer Tor ein. Nach dieser Torfolge konnte Fischer auch noch einen seiner berüchtigten Einarmblocks zur Geltung bringen.

Der tus konnte seinen Vorsprung im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sogar noch ausbauen. Mit dem Schlusspfiff der ersten Hälfte konnte Louis Tuscher noch einen Siebenmeter für den tus verwandeln und schloss damit zum 7:14 in der ersten Hälfte.

Heute schien für den tus alles und für die Gastgeber aus Denkendorf nichts zu funktionieren. Alles roch nach einem deutlichen Sieg für den tus. Zumal die m1 in den wichtigen Minuten nach der Halbzeitpause direkt wieder da war und ein rasches Aufholen der Denkendorfer zu verhindern wusste. Auch hier schlug abermals Max Bauer zu, der sich mittlerweile in den Köpfen der Denkendorfer festgesetzt haben musste. Von nun an fing er neben den Bällen aus dem freien Spiel auch an die Siebenmeterwürfe der Gegner zu entschärfen (4/5). Auch in dieser Hälfte nahm der Trainer der Denkendorfer wieder früh nach neun Minuten eine Auszeit, da sich am Vorsprung des tus mit dem 12:18 nicht viel getan hatte.

Tuscher, der von Fischers Block in der ersten Hälfte immer noch beeindruckt und gleichzeitig in seiner unumstrittenen Rolle als Abwehrchef gekränkt schien, fühlte sich dazu genötigt, diesen Block von Fischer zu übertrumpfen. So legte er in der zweiten Halbzeit einen Flugkopfball hin, mit dem er einen gegnerischen Rückraumwurf entschärfte. Die Freude über seine Einlage konnte er leider nicht lange auskosten, da er sich kurz darauf am Fuß verletzte.

Eine viertel Stunde vor Schluss schien das Spiel weiterhin gelaufen zu sein. Ein Spielstand von 13:20 erschien dem ein oder anderen tus-Anhänger aber bereits komisch, da tus Spiele in dieser Saison in der Regel nicht derartig enden. Der Verdacht bestätigte sich natürlich prompt. Denkendorf kämpfte sich zurück ins Spiel und konnte mit einem 8:2-Lauf das Spiel fast drehen. Glücklicherweise fasste sich Kreisläufer Julian Fritzsche gegen Ende des Spiels ein Herz und kämpfe sich im Solo durch die gegnerische Abwehrreihe. Dennoch stand es eine halbe Minute vor Schluss 21:22. Die letzten Sekunden brachte der tus dann aber doch noch über die Runden und konnte den Tabellenführer zuhause schlagen.

Alles in allem ein ganz normaler tus-ein-Tor-Sieg.

In dieser Woche wird die m1 versuchen ihre Siegesserie zuhause in der heimischen Halle fortzusetzen. Zu Gast ist am Sonntag (17.00 Uhr) der Aufsteiger aus Neuffen. Mit 7:11 Punkte ist das Team aktuell siebter, hat aber mit einem Unentschieden gegen Grabenstetten bewiesen, dass man es auf keinen Fall unterschätzen darf.

Auch für diese Aufgabe hofft die m1 wieder auf möglichst zahlreiche Unterstützung des Heimpublikums in der Ruth-Endress-Halle.

Stimmen zum Spiel:

Max Bauer: „Ach du, Bro – ganz normaler Tag. Was los?“

Julian Fritzsche: „Jaaa ich seh das schon ein, dass ein Überzieher manchmal reicht. Bei den 17 aufeinanderfolgenden im letzten Spiel kann es schon auch mal nach Schritten aussehen. Aber Jungs – ich hab’s euch gesagt – gebt mir doch einfach den Ball!“

Lukas Reinhardt: „Grrrrrr wuff Grrrr!“

 

# FischerFangenDelfine

# BauiHereBauiThereBauiEverywhere

# Spiiiiiitzenreiiiiiiter

 

 

Disclaimer:

Teile des Berichtes und hieraus vorwiegend geschilderte Szenen, bei denen Spieler des tus eine Hauptrolle spielen, könnten sich teilweise manchmal unter Umständen auch ein ganz kleines bisschen anders abgespielt haben. Dieser rhetorische Kunstgriff geht auf den Literaturnobelbierpreisträger Lukas Böger zurück, welcher an dieser Stelle gegrüßt sei. 

 

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