Männer 2
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Berichte Saison 2025/2026
M2: Vom Kellerkind zur Kampfansage? (15.03.2026)
Zu Redaktionsschluss befinden wir uns auf der Zielgeraden der Saison. Sportlich betrachtet war die Hinrunde ohne Punktgewinn, aber keineswegs ohne Erkenntnisgewinn. Der personelle Umbruch nach den Abgängen in Richtung M1 war deutlich spürbar. Neue Konstellationen mussten gefunden, Positionen neu gedacht und vor allem ein defensives Grundgerüst etabliert werden, das dieser Liga standhält.
Gerade in der Vorrunde zeigte sich, wie anspruchsvoll dieser Prozess ist. In vielen Spielen hielt man phasenweise gut mit, doch fehlte die Konstanz in den Abläufen. „Wir hatten viele gute Ideen und Vorsätze – aber bei einigen Spielen haben wir den Start verpennt und haben uns dadurch selbst verunsichert", fasst Außenspieler Marvin König in seiner gewohnt nüchternen Art zusammen.
Mit Beginn der Rückrunde ist jedoch eine spürbare Stabilisierung eingetreten. Der erste Sieg im Januar war dabei weniger Zufall als Ergebnis kontinuierlicher Trainingsarbeit. Besonders deutlich wurde die Entwicklung in der Defensive: Die von Schlindwein und Siebler implementierte, aggressive und ballorientierte Abwehr mit klaren Zuständigkeiten greift zunehmend. Ballgewinne werden erzwungen, das Umschaltspiel wirkt strukturierter, und auch im Positionsangriff entstehen klarere Abschlussmöglichkeiten.
Zusätzliche Qualität erhält der Kader seit einigen Wochen durch mehrere Spieler aus der M1, die die M2 zumindest in dieser Saison unterstützen. Ihre Erfahrung und individuelle Klasse werten die Mannschaft deutlich auf – nicht nur sportlich, sondern auch in puncto Trainingsintensität und Führungsanspruch. „Wenn man merkt, dass das Niveau im Training steigt, steigt automatisch auch der eigene Anspruch“, erklärt Rückraumspieler Rüttler, der nach eigener Aussage „selbst im Abschlussspiel keine Geschenke verteilt“.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung zweier Eigengewächse: Oskar Bez und Robert Geywitz haben sich im Verlauf der Saison zu zentralen Leistungsträgern entwickelt. Beide kommen aus der Jugend und prägen das Spiel inzwischen mit einer Selbstverständlichkeit, die in dieser Form nicht zwingend zu erwarten war. Ob im Rückraum oder in der Verantwortung in engen Phasen – sie übernehmen. „Wir sind ja noch lernfähig“, merkt einer der beiden nüchtern an, „aber Verlieren macht halt auch keinen Spaß.“ Eine Erkenntnis, die man inzwischen häufiger in Punkte ummünzt
Zum Redaktionsschluss bleibt offen, welche tabellarischen Auswirkungen dieser Aufwärtstrend noch haben wird. Klar ist jedoch: Die M2 hat Substanz gewonnen – personell wie strukturell. Unter dem Fernsehturm wächst eine Mannschaft zusammen, die aus einer schwierigen Phase gelernt hat und sich Schritt für Schritt wettbewerbsfähig präsentiert. Und genau das war das Ziel.
(Lukas Siebler)
M2: Keine leichte Aufgabe (10.10.2025)
Nach den ersten drei Saisonspielen kann eine Zwischenbilanz gezogen werden: leider ist der Saisonstart mit 3 eher deutlichen Niederlagen ordentlich missglückt. Insbesondere in der Offensive tat man sich gegen meist kräftige Abwehrreihen schwer erzwingende Lösungen zu finden - es fehlen die zündenden Ideen und manchmal auch die richtigen Entscheidungen im Angriffsspiel. „Mir wurden noch nie so sehr die eigenen Grenzen aufgezeigt, wie im Auftaktspiel gegen Neuhausen 3“ analysiert der 27 jährige Felix Rüttler, der erst vor einigen Jahren als Quereinsteiger vom Basketball gewechselt hat und seitdem eine enorm schnelle und positive Entwicklung durchlebt hat.
Sogar einige unserer Routiniers hatten so ihre Anlaufschwierigkeiten. Alexander Richter und Philipp Schneider konnten dem Offensivspiel auch noch zu selten ihren Stempel aufdrücken. „Die Liga ist fast noch stärker als letzte Saison. Wir müssen jetzt hart arbeiten, wenn wir nicht komplett unter die Räder geraten wollen“, erklärt uns Alexander Richter, der ruhige und clevere Mittelmann, der uns letzte Saison zum einen oder anderen Punkt verhelfen konnte.
Auch gibt es Positives zu verzeichnen: Auf der Torhüter Position kommt etwas Schwung auf. Der mit 59 Jahren erfahrenste Spieler des tus Tobias Maier bekommt Unterstützung von den weitaus jüngeren Mitstreitern Björn Hauber (27 Jahre) und Jelle Vogt (17 Jahre). „Es fühlt sich einfach nur genial an, endlich bei den Erwachsenen mitspielen zu können. "Klar, kommen die Bälle hier härter und oft auch platzierter, aber ich bin vollkommen motiviert, mich dieser neuen Herausforderung zu stellen", so Jelle, der erst sein Abitur abgeschlossen hat und jetzt einen Bundesfreiwilligendienst beim DLRG macht. Aussagen wie diese geben dem Trainergespann Ben und Lukas Hoffnung, dass uns der Nachwuchs nicht ausgeht und vor allem endlich auch im Tor Konkurrenzkampf entsteht, der für mehr Qualität zwischen den Pfosten sorgen kann.
Alles in allem gibt es also Lichtblicke in einem schwierigen Saisonstart. Was es jetzt braucht, ist jede Menge harte Arbeit im Training sowie im Spiel und vor allem viel Unterstützung von euch, liebe Fans der HSW Waldau. Vor allem im eigenen Wohnzimmer: der Ruth-Endress-Halle unter dem Fernsehturm.
(Lukas Siebler)
M2: Auch bei den M2-Turtles ist der Doppelwumms spürbar! (15.07.2025)
Auch die M2 profitiert ungemein von der inoffiziellen Fusion der Handballabteilungen zur Spielgemeinschaft Stuttgart Waldau. Die Spieler der Kickers wurden herzlich aufgenommen und spielen die nächste Spielzeit noch im Trikot der tus-Turtels. Für das Trainergespann Schlindwein-Siebler ein echter Segen. „Häufig waren Trainings in der vergangenen Saison dünn besucht", erklärt der seit kurzem zweifache Papa Benjamin Schlindwein. „Jetzt ist die Hölle los in der Halle und jeder ist motiviert bis in die Haarspitzen", ergänzt der 36-jährige mit leuchtenden Augen.
Auch die Spieler genießen den neuen Schwung und sehen große Chancen für die Handballabteilung. Rückraum-Routinier Schneider lobt diesen Schritt. „Ich bin zwar mittlerweile selten im Training, aber bei doppelten Spielern sollten auch ca. doppelte Strafen für Mannschaftskasse anfallen…“ so der Strafenwart der M2. Dass dabei allerdings auch die Kasse für doppelt so viele Spieler herhalten muss, wird er sicher auch bald feststellen.
Im ersten Trainingsspiel gegen die M2 der Spielgemeinschaft Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See konnten sich insbesondere die neuen Spieler schön in Szene setzen. Felix Rüttler überzeugt mit gelungenen Anspielen an den Kreis, Marc Daigel zeigt seine Qualitäten auf der Links- und Rechtsaußen und Hannes Wellmann, dass er für den Job am Kreis genau der richtige ist. „Es macht richtig Spaß endlich zusammen mit den Jungs vom tus Handball zu zocken“ so der kräftig gebaute Kreisläufer.
Auch die tusler spüren, dass jetzt gerade richtig was geht. Die zwei Youngster Fynn Pfeiffer und Paul Hoffmann äußern sich begeistert: „Eine klasse Sache, dass es dadurch auch zu mehr Konkurrenzkampf kommt. Wir sind beide sehr ehrgeizig und quasi immer im Training – das pusht uns noch mehr, Vollgas zu geben.“ Über Aussagen wie diese freuen sich nicht nur die Trainer – auch den Mitspielern wie bspw. Kreisläufer Lucas Horstmann ist anzumerken, dass ihm die Situation richtig gut gefällt. „Ist doch einfach nur genial, dass sich jeder pusht und alle Bock haben auf die Vorbereitung. So macht es auch mir richtig Laune.“ erklärt er lächelnd.
Ende September startet die neue Spielzeit. Lasst uns hoffen, dass für die Jungs unterm Fernsehturm der Bock bis dahin anhält und es den Trainern gelingt, eine Einheit zu bilden, die nicht nur auf dem Spielfeld funktioniert. Der Weg ist geebnet, jetzt gilt es den Sommer über fleißig zu sein, um ab Herbst die Früchte zu ernten. Zu der hoffentlich ergiebigen Ernte seid auch ihr liebe Handball-Freunde des tus Stuttgart wieder herzlich eingeladen. In der Ruth-Endress-Sporthalle, dem Wohnzimmer der turtles, wird es sicherlich wieder schnellen und attraktiven Handball geben.
(Lukas Siebler)
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